Das MikroMach ®-Gerät ist ein kompaktes und kostengünstiges System zur zerstörungsfreien Gefügecharakterisierung für die manuelle oder Serienprüfung von magnetisierbaren Bauteilen. Die Geräteelektronik wurde gegenüber dem bisherigen Stand der Technik so weit verkleinert, dass sie vollständig im Sensorgehäuse Platz findet. Das Gerät eignet sich zur Charakterisierung von Härte, Eht, Rht, Nht, Eigenspannungen, Schleifbrand, Gefügeanteile und weiterer mechanisch-technologischer Eigenschaften ferromagnetischer Werkstoffe.
Das System nutzt den Effekt, dass sich die Magnetisierungshysterese mit der Gefügezusammensetzung und bei Eigenspannungen des Werkstoffs verändert. Prinzipiell wird der Prüfling mit magnetischen Wechselfeldern einstellbarer Amplitude in bis zu 8 Frequenzen gleichzeitig beaufschlagt. Diese sogenannte Multiparametermessung basiert auf der Erfassung von bis zu 40 Eingangsgrößen von bis zu vier parallel ablaufenden Messverfahren. Die realisierten Prüfverfahren sind:
Mit der Mehrfrequenz-Barkhausenrauschanalyse werden die Rauschamplitude im Magnetfeld-Nulldurchgang sowie die Breite der
Rauschsignalkurve gemessen. Die Mehrfrequenz-Überlagerungspermeabilitätsmessung misst die größte inkrementelle Permeabilität
sowie die Breite des Verlaufs der inkrementellen Permeabilität.
Bei der Oberwellenanalyse wird die Magnetfeldstärke mit einer Hallsonde gemessen. Der Sinusverlauf des eingeprägten
elektrischen Wechselfeldes wird durch die magnetische Hysterese verzerrt. Die Messung der Amplituden und Oberwellen
entspricht der Messung des Klirrfaktors. Bei der Mehrfrequenz-Wirbelstromimpedanzmessung wird für jede Frequenz der
Imaginäranteil und der Realanteil der Impedanz gemessen. Durch die Verknüpfung und Auswertung dieser Messergebnisse
können schließlich die Eigenschaften des Gefüges bestimmt werden.

Für den Einsatz des MikroMach®-Prüfgeräts muss einmalig eine Kalibrierung vorgenommen werden. Zweck der Kalibrierung ist:
Die Parametrierung und Kalibrierung des Prüfsystems wird werkseitig vorgenommen. Dafür werden von einem Muster unter Produktionsbedingungen jeweils bis zu 40 unterschiedliche Eingangsdaten pro Messung erfasst. Anschließend wird das Muster metallographisch untersucht. Die Ergebnisse der zerstörenden Prüfung werden mit den erfassten Messdaten verglichen.
Die modulare Software bietet bei größtmöglicher Benutzerfreundlichkeit viele Möglichkeiten zur Ergebnisdarstellung, Auswertung und Prozesseinbindung und ermöglicht erweiterte Funktionalität und Einbindung in Umgebung.
