Die Qualitätssicherung beim Betrieb von Chemieanlagen, Kohle- und Kernkraftwerken oder in der Luftfahrt etc. ist von höchster Bedeutung. Materialdefekte wie Risse, Schweißnahtfehler, Korrosion und Betriebseigenspannungen sind nur einige wenige Beispiele, die zu einem Materialversagen noch vor der konstruktiv vorgesehenen Lebensdauer führen können. Um Prüflösungen ökonomisch umzusetzen, sind hochmoderne Prüftechniken und -methoden erforderlich, insbesondere, wenn die öffentliche Sicherheit betroffen ist.
Bei der EMAT-Technologie (Electromagnetic Acoustic Transducers), kombiniert mit Gruppenstrahlertechnik (Phased Array), werden horizontal polarisierte Transversalwellen verwendet, um z.B. die Prüfbarkeit von austenitischen Schweißnähten, Schweißnähten mit unterscheidlichen metallischen Werkstoffen, Ummantelungen etc. zu erhöhen. Diese und andere Komponeten können nun vollständig, ungeachtet der Ankopplungsproblematik, aufgrund der virtuellen Transparenz von Werkstoffen gegenüber horizontal polarisierten Transversalwellen, geprüft werden. Die Prüfung von schwer zu detektierenden Materialfehlern, wie zum Beispiel die Rissbildung an Korngrenzen durch Korrosionin in Schweißnahtmaterial, wird durch die EMAT-Technik mit einer unübertroffenen Genauigkeit möglich.
EMAT (Phased Array) Systeme, bestehend aus zwei tragbaren Komponenten (Frontend und Hauptmodul) sind für eine Vielzahl von Anwendungen ausgelegt. Steuerungsfunktionen, Datenaufnahme und -auswertung erfolgen durch einen integrierten PC. Standard und angepasste EMAT (Phased Array)-Prüfsysteme werden durch das Fraunhofer IZFP entwickelt und hergestellt.