Zielsetzung von Q NET war die Realisierung eines Messplatzes für die Ultraschall-Prüfung zur Analyse von technischen Komponenten und Testkörpern mit einer möglichst großen Bandbreite an Werkstoffen und Geometrien für Kunden aus Industrie und Wissenschaft. Die Ingenieure vom Fraunhofer IZFP und den Softwareentwicklern von Lucid Software entwickelten das Konzept eines leistungsfähigen und schnellen Prüfsystems mit bildgebender tomographischer Darstellung. Hierfür sollte konventionelle Mehrkanal-, Phased Array Technik und eine neuentwickelte, schnelle tomographische Bildgebungstechnik - Migration Arrays - kombiniert werden.
Das Prüfsystem AnalysUS bietet neben den bekannten Vorteilen bei der Nutzung von koventioneller Gruppenstrahler-Prüftechnik zahlreiche Innovationen. Zum Beispiel wird durch intelligente Software und Ansteuerung der Sensorik die Datenerfassung und -speicherung der kompletten Ultraschallinformation separat für jedes Arrayelement möglich. Zur Erhöhung der Prüfgeschwindigkeit und Aussagekraft der Prüfergebnisse können nun im Vergleich zu konventioneller Gruppenstrahlerprüftechnik mehr Einschallwinkel bei weniger Sende- und Empfangstakten realisiert werden. Eine weitere Errungenschaft ist die Möglichkeit der Fokussierung aufs gesamte Nahfeld der sythetischen Apertur, welche die Auslösung und die Prüfempfindlichkeit verbessert. Beliebige Phasenkorrekturen über den gesamten Schallweg ermöglichen eine schnellere Bildgebung und eine quantitative Bildauswertung. Neben den üblichen Prüfergebnisdarstellungen von A-, B- und C-Bildern stehen dem Prüfer auch dreidimensionale Rekonstruktionen in Echtzeit auf dem Auswerterechner in Form von Sector- bzw. Compound-Scans zur Auswahl.
Das Ultraschall-Tauchtechnik-Prüfsystem AnalysUS besteht aus den folgenden Modulen:
